VPD beim Cannabis Grow: Der komplette Guide für gesunde Pflanzen & starke Erträge
- Easybucket

- vor 1 Tag
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VPD (Vapor Pressure Deficit) ist einer der meist unterschätzten Faktoren beim Indoor‑Grow. Viele Grower achten auf Temperatur oder Luftfeuchtigkeit – aber erst der VPD zeigt dir, ob deine Pflanze wirklich im optimalen Klima wächst.

In diesem Guide erfährst du:
was VPD genau bedeutet
warum er für Wachstum, Nährstoffaufnahme und Ertrag entscheidend ist
welche VPD‑Werte in welcher Wachstumsphase ideal sind
wie du den VPD misst und steuerst – von Low‑Budget bis Profi‑Setup
Praxisnah, verständlich und fundiert – ohne unnötige Theorie.
Was ist VPD?
VPD steht für Vapor Pressure Deficit, also das Wasserdampfdruck‑Defizit der Luft. Klingt technisch, beschreibt aber im Grunde nur eines:
Wie stark die Luft deiner Pflanze Wasser „entzieht“.
Je trockener und wärmer die Luft, desto höher der VPD – und desto stärker transpiriert die Pflanze über ihre Blätter.
Diese Transpiration ist essenziell, denn sie steuert:
den Wasserfluss von den Wurzeln in die Blätter
die Aufnahme von Nährstoffen
die Photosyntheseleistung
das gesamte Wachstumstempo
Ein optimal eingestellter VPD beim Cannabis Grow sorgt dafür, dass all diese Prozesse effizient und stressfrei ablaufen.
Warum ist der VPD beim Cannabis Grow so wichtig?
Cannabispflanzen regulieren ihren Wasserhaushalt über sogenannte Stomata (Spaltöffnungen) in den Blättern.
Zu niedriger VPD (zu feucht):
geringe Transpiration
schwache Nährstoffaufnahme
erhöhtes Schimmel‑ und Krankheitsrisiko
Zu hoher VPD (zu trocken):
zu starker Wasserverlust
Stomata schließen sich
Wachstumsstopp und Stress
Der richtige VPD bringt deine Pflanze in einen Zustand, in dem sie optimal „arbeitet“ – nicht zu träge, nicht überfordert.
„Die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind entscheidend für gesundes Wachstum und maximale Erträge.“ - Jorge Cervantes
Warum VPD wichtiger ist als Luftfeuchtigkeit allein
Die relative Luftfeuchtigkeit (RH) sagt nur die halbe Wahrheit aus. Entscheidend ist immer die Kombination aus Temperatur und Feuchtigkeit.
Beispiel:
60 % RH bei 22 °C → moderater VPD
60 % RH bei 28 °C → deutlich höherer VPD
Deshalb ist der VPD der präziseste Wert, um dein Grow‑Klima realistisch zu bewerten.
Ideale VPD‑Werte nach Wachstumsphase
Allgemeine VPD‑Richtwerte (kPa)
Phase | Optimaler VPD |
Keimling / Steckling | 0,4 – 0,8 |
Frühe Vegetation | 0,8 – 1,0 |
Späte Vegetation | 1,0 – 1,2 |
Frühe Blüte | 1,2 – 1,4 |
Späte Blüte | 1,4 – 1,6 |
Junge Pflanzen brauchen ein feuchteres Klima, da ihr Wurzelsystem noch nicht voll entwickelt ist. Mit zunehmender Größe und Blütenbildung darf der VPD steigen.
Wie misst man den VPD richtig?
Für eine zuverlässige VPD‑Bestimmung brauchst du:
Temperatur auf Höhe der Pflanzenspitzen
relative Luftfeuchtigkeit
idealerweise die Blatttemperatur
Wichtig:
Sensor niemals am Boden platzieren
nicht direkt im Abluft‑ oder Umluftstrom messen
Messpunkt immer auf Kronenhöhe
Blätter sind meist 1–2 °C kühler als die Raumluft (Transpirationseffekt) – ein Detail, das bei präzisem VPD‑Management relevant wird.
VPD steuern – von Low‑Budget bis Best Practice
Low‑Budget Setup (absolut ausreichend für Homegrower)
digitales Thermo‑Hygrometer
Abluft mit Drehzahlregler
Umluftventilator
Steuerung über:
Abluftleistung
Lampenabstand
einfache Luftfeuchte‑Anpassung (z. B. Wasserschale)
Praxis‑Faustregel:
Wachstum: 55–70 % RH
Blüte: 40–55 % RH
Bei typischen Grow‑Temperaturen landest du damit automatisch in einem guten VPD‑Bereich.
Mittelklasse Setup
Zusätzlich:
Luftbefeuchter
ggf. kleiner Entfeuchter (elektrisch)
Hygrometer mit App‑Auswertung
Damit kannst du den VPD gezielt stabilisieren – unabhängig von Außenklima oder Tageszeit.
Best Practice / Profi‑Level
Klimacontroller mit VPD‑Anzeige
temperaturgesteuerte Abluft
Luftbefeuchter & Entfeuchter
IR‑Thermometer für Blatttemperatur
So wird der VPD konstant im optimalen Bereich gehalten – Standard in professionellen Indoor‑Grows.
Typische Fehler beim VPD‑Management
nur auf Luftfeuchtigkeit achten
Messgeräte falsch platzieren
zu trockene Luft in der Wachstumsphase
Diese Fehler führen häufig zu Wachstumsstagnation, Nährstoffproblemen oder unnötigem Stress.
VPD Kontrolle + Easybucket: Gesundes Wachstum von Anfang an
Ein optimaler VPD funktioniert nur, wenn auch der Wurzelraum stabil und aktiv ist.
Der Easybucket bietet:
eine ungedüngte Anzuchtzone, angereichert mit Mykorrhiza und Trichoderma, für gesunde Wurzeln, effiziente Nährstoffversorgung und höhere Stressresistenz.
ein organisches Super-Soil mit Perlite und Blähton-Drainage, das die Wurzeln optimal belüftet und Staunässe vorbeugt.
ein lebendiges Bodenmilieu mit effizienten Mikroorganismen und organischen Düngern, die die Pflanzen in allen Lebensphasen zuverlässig mit Nährstoffen versorgen – schnell verfügbar und langfristig wirksam.
mit 10,7 Litern Volumen, sodass die Pflanzen stressfrei von der Keimung bis zur Ernte im Endtopf gedeihen – ganz ohne Umtopfen und zusätzliche Düngergaben.
So entwickeln sich deine Pflanzen von Keimling bis Ernte stabil und stressfrei.
Fazit
VPD beim Cannabis Grow muss kein Profi-Thema sein – wer Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Griff hat, kann den VPD problemlos steuern.
Wenn dein VPD passt:
wachsen Pflanzen schneller
nehmen Nährstoffe effizienter auf
sind widerstandsfähiger gegen Stress und Schimmel
Für die meisten Grower gilt:
Ein stabiles Klima schlägt perfekte Zahlen.
Wer den VPD versteht, hat einen klaren Vorteil – unabhängig vom Setup.
FAQ's - VPD beim Cannabis Grow
Was ist ein guter VPD beim Cannabis Grow?
Ein guter VPD liegt je nach Wachstumsphase zwischen 0,4 und 1,6 kPa.
Ist VPD wichtiger als Luftfeuchtigkeit?
Ja. Erst die Kombination aus Temperatur und Luftfeuchtigkeit ergibt den VPD und damit den Einfluss auf die Pflanze.
Welcher VPD ist ideal für Autoflower?
Autoflower benötigen je nach Phase 0,4–0,8 kPa als Keimling, 0,8–1,1 kPa im Wachstum und bis zu 1,6 kPa in der späten Blüte.
Wie kann ich den VPD in der Growbox einstellen?
Über Temperatur (Abluft, Lampen) und Luftfeuchtigkeit (Befeuchter, Entfeuchter, Abluftanpassung).

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